Donnerstag, 7. Januar 2010

Way Outback

Geil war's, wenn auch anders als erwartet. Gluehend heiss ja, auch roter Sand, aber Berge! Und was fuer Berge! Und gar nicht so karg wie man denkt, sogar Wasserloecher.
Doch bevor der Spass begann, gab's natuerlich erstmal wieder Schwierigkeiten... am Flughafen wurde uns naemlich bekundet, dass unser gebuchtes Ticket nicht existiert - und der Flug voellig ausgebucht ist! Grandios! Schliesslich war es Silvester, am 1. gibt's keine Fluege und am 2. sollte unsere teure, bereits bezahlte Tour beginnen... Panik. Betteln. Nichts. Aber wie wir ja bereits gelernt haben, gibt es immer einen Weg: kurz vor Abflug sprang eine Gruppe ab. D.h. es gab Sitze fuer uns, wenn auch zum fast 3fachen Preis.. (wir streiten uns jetzt mit der Fluggesellschaft, waren aber froh unsere Tour nicht zu verpassen)
In Alice Springs gelandet wurden wir von der Hitze erschlagen und bekamen eine Freakshow ohne gleichen... Nur verrueckte Leute. Drogenjunkies, die ihre Kunden anschreien an den Supermarktkassen und betrunkene Aborigines, die im trockenen Flussbett schlafen und wuetend werden, wenn man nachts auf sie tritt...
Dann ging's endlich los. Mit einem Allrad-Bus, einem witzigen Guide (weiblich und Zwerg) und 13 munteren Leutchen. Die Eindruecke waren phantastisch, der Sand rot, die Kangaroos huepfend, die Fliegen nervenzerfetzend und die Mosquitos machten die Naechte zum Graus.
Das Ende war dann recht untypisch fuer's Outback, wenn auch typisch fuer uns: es regnete in Stroemen! Der ausgetrocknete Todd River fuellte sich mit Wasser... Da dies nur hoechstens 1 Mal im Jahr passiert, liefen alle wie verrueckt zum Fluss, freuten sich und machten Fotos. Nur wir fragen uns langsam was wir falsch machen ;-D

Uluru - Ayers Rock


Kata Tjuta - Olgas


Watarrka - Kings Canyon


Unser Camping


On our Way Outback


Reptile Center

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Great Ocean Road

Nach grosser Aufregung wegen unseres Motorschadens (hupsi) haben wir dann tolle Ablenkung auf der Great Ocean Road gefunden. Mit dem Auto direkt am Meer vorbeizubrausen war spitze.

Unterwegs waren wir ueber die Vielfaeltigkeit des Landes mal wieder verbluefft: endlich Koalas in wilder Natur und wieder Regenwald und Felder...

Weihnachten wird hier echt merkwuerdig gefeiert... Mit kurzen Weihnachtsroecken, Bratwurst und Dudelsack ?!!!

Wir wuenschen euch allen ein frohes Fest und sind traurig es nicht mit euch verbringen zu koennen!
Froehliche Weihnachten

Montag, 7. Dezember 2009

blue mountains

Ein kurzer Besuch im Ku-ring-gai national park noerdlich von Sydney sollte eigentlich unsere Eintrittspforte nach Sydney werden.

Doch dann haben wir doch erst einen kurzen Abstecher in die blue mountains gemacht. Das Feriengebiet fuer gestresste Bewohner Sydneys... also konnten wir uns das nicht entgehen lassen. (nebenbei, wir haben kein Feuer gesehen...)
dafuer aber Aborigine Kunst. Sabrina konnte einfach nicht wiederstehen und musste einfach den Felsen mit den "Zeichnungen" (die roten Handabdruecke sind alles was wir gsehen haben) beruehren und haette dafuer fast eine 6monatige Haftstrafe bekommen. Doch zum Glueck hat das Gesetz gerade nicht hingeschaut.

Im Herzen der blue mountains sind wir dann noch auf die Jenolan caves gestossen. Um den Weg zu rechtfertigen haben wir dann auch direkt 2 Touren gebucht: den "temple of baal" und die "river cave".

Und dann war es endlich wieder so weit. Rueckkehr in eine Grossstadt: Sydney
angekommen direkt auf einen kleinen niedlichen Flohmarkt gegangen und uns einen ersten Eindruck der Lebensart hier verschafft. Von dort direkt weiter auf das grosse Musikfestival mitten in der Stadt mit der skyline im Hintergrund. Das "Homebake" hat uns dann auch solange wachgehalten um noch schnell einen kleinen Einblick in die clubszene zu nehmen um um 5 Uhr nachts irgendwo am Strassenrand in unseren van zu steigen und endlich zu pennen. Das sightseeing mussten wir also auf den naechsten Tag verschieben. Dafuer konnten wir aber auf einen richtigen guide setzen. Leon haben wir in Chile kennengelernt und er war 2 Jahre Touriguide in Thailand. In Sydney zuhause gab er uns einen kleinen Einblick in seine Stadt, die wohl nicht jeder backpacker bekommt.

Montag, 30. November 2009

Zoolife in Australien

So, wir haben uns eure Ratschlaege zu Herzen genommen und uns mal ein paar Tiere mit Sicherheitsfaktor angeschaut. Dass wir dabei fast allen Tieren naeher gekommen sind als es in der Wildnis moeglich waere, ist das Resultat:

Underwater Wolrd in Mooloolaba


Australia Zoo bei Beewah


Pet Porpoise Pool in Coofs Harbour


kurze Eindruecke von Unterwegs:

Glasshousemountains, schnorcheln um und in Schiffswracks, Weintrinken, Blumen pfluecken und Karate trainieren (damit sich Arne beim Fussballspielen nicht wieder was tut...) Sabrina wird im Gegenzug Schach beigebracht.

Mittwoch, 18. November 2009

Robinson Crusoe startete am Freitag...

Obwohl falscher Kontinent, sollten wir seinem Schicksal doch recht nahe kommen. Zuerst geplant und voller Vorfreude. So liessen wir uns am Traumstrand "Whitehaven Beach" auf den Whitsunday Islands absetzen um das einsame Inselleben mit Campen in wilder Natur zu geniessen. Da wir ein Kayak mitnahmen um dann in 3-4 Tagen zum Festland zurueckzupaddeln, versicherten wir dem Boot also auch, dass uns niemand abholen braeuchte. Und so winkten wir dem Boot freudestrahlend hinterher. Doch dann - wieso sollte bei uns auch nur einmal etwas glatt gehen - fiel uns auf, dass IRGENDJEMAND zwar das Kayak von Board geholt hatte, allerdings nicht die Paddel... So sassen wir also auf unserm Traumstrand fest! Auch das Handy war vergessen worden, aber ein Schiff, das irgendwann vorbeischipperte war so guetig Bescheid zu geben und so bekamen wir am Tag darauf also nach einiger Aufregung endlich unsere Paddel... Bis dahin entspannten wir, schwammen wir, fotografierten wir und schnorchelten. Wir machten dabei eine Menge Bekanntschaften: so liefen uns staendig die 1,50m langen Goannas vor die Fuesse und grosse schwarze Voegel klauten unser spartanisches Essen... Die spannendste Begegnung lieferten allerdings die 2 Riesenrochen, die laenger waren als Arne selbst! Arne, der neugierige, tauchte ab um sie genauer zu bestaunen, tauchte allerdings blitzschnell wieder auf: "Die haben ja einen riesigen Stachel!" Waehrend des Paddelns tauchten auch ueberall Schildkroetenkoepfe aus dem Wasser auf. War schon schoen.
So starteten wir also unsere Tour. Jeden Tag so ca. 6h Paddeln, auf dem offenen Pazifik! Schwieriger aber auch leichter als gedacht. Am witzigsten waren die Gezeiten... Wenn man nicht aufpasste, war das Kayak morgens weg oder das Zelt unter Wasser, da der Unterschied tatsaechlich bis zu 200m ausmachen kann...
Wer unsere Route verfolgen moechte:
http://www.holidaysallover.com.au/whitsundays/cruisesail_info/whitsunday_maps/main_map.html
Bei Nr. 41 haben wir uns absetzen lassen und eine Nacht gecampt, dann hoch und kurzer Stop bei Nr. 27 um auf einen Berg zu klettern und einen grandiosen Blick auf Nr. 28 zu haben, dann weiter gen Norden um bei Nr. 25 voellig entkraeftet zu campen. Morgens weiter hoch (ganz schoen hard, weil keine Insel uns mehr vor der offenen See schuetzte) mit Schnorchelpause bei Nr. 23, dann an der Whitsunday Island ganz weit runter und haben unterhalb der Nr. 30 (Naris Beach) gecampt. Dann etwas aengstlich der grossen Passage entgegen geblickt und mit grossen Wellen rueber zur 9. Dort erstmal Mittagspause... Bei Nr. 10 nochmal geschnorchelt und dann mit Ende in Sicht das Festland bei Nr. 3 erreicht. Wir waren sehr stolz, da wir das neckische Mitnehm-Angebot eines Segelboots am letzten Tag wagemutig ablehnten. Jetzt aber bitte keine Anstrengung fuer die Arme mehr!
Das Vorhaben hielt genau einen Tag an, denn dann schwangen wir uns in Agnes Water das erste Mal auf Surfboards und mussten mit den Armen paddeln um vorwaerts zu kommen und uns abdruecken um aufzustehen. Immerhin, wir konnten beide stehen! Dann weiter konnten wir Nachts in Mon Repos eine Meeresschildkroete beim Eierlegen bewundern. Da Schildkroeten anschliessend mit ihrem Nachwuchs nix mehr zu tun haben, aber manchmal ihre Nester zu weit am Wasser bauen (Flut macht Eier kaputt), haben wir dann den Naturschuetzern noch geholfen das Nest zu verlegen. Auch spannend: hier im dunklen warmen Sand werden va. Weibchen geboren und auf Inseln in hellem, kuehlen Sand va. Maenchen. Jetzt wisst ihr's.

Whitsunday Islands


Mon Repos

Dienstag, 10. November 2009

Atherton Tablelands

Da wir nun endlich Cairns verlassen konnten, entschieden wir uns erstmal der Kueste den Ruecken zuzuwenden und ins Hinterland zu fahren. Das bedeutet alte Vulkanlandschaften, glasklare Seen und ein wenig Distanz zu den Partystaedten an der Kueste. Kurz gesagt das Gebiet um Atherton, die Tablelands.

Doch bevor wir dort ankamen mussten wir einfach das Autokino mitnehmen, dass dort so unschuldig am Strassenrand auftauchte.

Wir blieben nicht lange alleine, denn das einzige Kino weit und breit wurde noch proppenvoll!
Die "kleine" Vorstellung des australischen wildlifes war beeidruckend:


Und was man einfach machen muss: die ganzen Wasserloecher im Hinterland abfahren und jede Moeglichkeit zu Schwimmen (mit Schildkroeten, kleinen diesmal) mitnehmen, die einem geboten wird. (hierzu noch kurz, weil wir den Luftzug des erschreckten und etwas aergerlichen Einatmens der Saloeltern bis hier hoeren koennen: diese Loecher sind als schwimmbar gekennzeichnet!) Also von Cairns nach Mareeba, ueber Atherton nach Yungaburra und weiter suedlich Richtung Millaa Millaa und dem "waterfalls circuit".


Nachdem Innland kamen wir zum zweiten Traumstrand: Garners Beach im Norden des Oertchens Mission Beach... also brachte unser Auto uns das erste mal direkt zum Strand.

Mal sehen was uns die kleine Goldzicke noch so zeigt... bevor sie eines Tages auch so aussieht:

Bis dahin geniessen wir immer wieder die tollen Moeglichkeiten umsonst zu kochen:

Freitag, 30. Oktober 2009

haben Nemo gefunden!

Australien ist mit seiner Sicherheit und Freundlichkeit (“hey mate”) fast erschreckend, aber nach Suedamerika eine willkommende Abwechslung!
Cairns ist so lala, aber die Suche nach unserem fahrbaren Baby liess uns kaum Entspannung.
Gelungene Ablenkung brachte das Schnorcheln und Tauchen im Great Barrier Reef! Wahnsinn! Trotz der neuen Schwerelosigkeit (wenn auch mit schwerer Sauerstoffflasche auf dem Ruecken...) konnten wir uns auf unsere farbenpraechtige Umgebung konsentrieren. Wer wissen will wie es da unten aussieht, guckt Findet Nemo oder Thunderball... Arne war von den glitzernden Partyleben begeistert, Sabrina bestaunde das pulsierende Leben der Pflanzen unter Wasser.


Eine weitere Pause von der Flut von deutschen Backpackern und australischen Fledermaeusen goennten wir uns im Daintree. Eine der seltenen Gegenden wo sich Regenwald und Ozean begegnen. Wir haben mit nem englischen Paerchen, dass sich aergerte uns nicht ihren Van verkauft zu haben..., uns ein Auto gemietet und haben dann 50 vorm Strand im Regenwald gecampt. Traumstrand vor der Tuer, Krokolile leider auch... Nur sind die hier um einiges groesser als die aus Ecuador. Haben uns dennoch bis zum Bauch ins Wasser gewagt – haben keins gesehen :-) (und es uns wohl auch nicht *g*) Vor den fiesen Box Jellyfish-dingern warnen sie zwar schon, aber Hauptsaisaon haben sie noch nicht.


Heute nun war es dann endlich so weit, wir schlugen zu: Haben unsere „Goldzicke“ in Beschlag genommen, und brechen gleich auf in die australische Wildnis. Zeit wird’s. Auch fuer Kangaroos.

Freitag, 16. Oktober 2009

Bolivien

Nachdem wir den Titicacasee noch zu Peru gezaehlt haben sind wir durch La Paz nach Uyuni gebraust. Mit dem "todo tourismo" Bus, weil nichts anderes mehr moeglich war. Angekommen in Uyuni direkt ins Buero und die Tour durch die "Salar de Uyuni" gebucht. Das wir dabei in 3 Tagen und 2 Naechten durch etliche Welten kommen wuerden, haben wir kaum erwartet.

0. Eisenbahnfriedhof:

Welt 0, weil wir bei der Tourbeschreibung auf Spanisch nicht mal mitbekommen hatten, dass es diesen Friedhof gibt, geschweige denn,dass wir diesen sehen werden.

1. Salar de Uyuni:
Ein wann auch immer ausgetrockeneter See, der eine riesige Salzwueste hinterlassen hat auf der heute noch Salz abgebaut wird.
Zwischenstop war die einzige von Salz umgebene Insel der Welt, die noch dazu mit Riesenkakteen bewachsen ist.

Vom Haus bis zum Esstisch alles aus Salz... auch unser Nachtquatier. Essbar, aber vom Geschmack her nicht besonders empfehlenswert. Nur die Dusche war gekachelt... waer auch schlecht gewesen wenn nicht, denn die Temperatur ging nachts gegen null und ohne Waende waere es verdammt kalt geworden.



Am naechsten Tag ging es dann erst richtig los mit dem LandCruiser...

2. suedlich der "Salar":
Den ganzen Tag flogen Landschaftenan an uns vorbei... eine surrealer als die andere. Berge mit zig verschiedene Farben; Flaechen mit Trollhaaren, als Buesche getarnt; Lagunen mit Flamingos; Lagunen mit verschiedenen Farben; Felsgebilde mitten in Kieswuesten:



(Hier sind nur einige der ca. 1000 Flamingophotos von Sabrina... Arnes Gedanken dazu sind unergruendlich...)

Waehrend wir noch assen - kurz mal zu "Spiel mir das Lied vom Tod" schalten und an die Anfangsszene denken - zog der kleine Hurricane an unserer Lagune vorbei.

Den kleinen Wuestenfuchs stoerte das ganze Treiben mit Hurricane und Touristen gar nicht. Er bettelte freudig um Essen und kam direkt ans Auto. Die Lamas hatten da schon mehr Schiss und rannten mal wieder vor Arne weg.


3. Die Nacht der Naechte:
ca. -10 Grad C (draussen solls noch kaelter gewesen sein - uahhh)


4. Vulkane... aktiv und einen Meter neben uns:


5. Badeplaetze am Ende der Welt:


Die beiden Tage waren dann auf jeden Fall eine achtstuendige Rueckfahrt wert, die damit endete, dass wir die nicht wirklich vorhandenen Strassen ganz verlassen mussten, weil die Trucker sich entschlossen hatten ganz Uyuni mit Strassensperren einzuschliessen. Also mit dem 4x4-drive ueber die Gleise und rein in die Stadt.

Hier angekommen erfuhren wir, dass die Sperre heute nacht fuer ein paar Stunden aufgehoben wird. Endlich wieder ein bisschen Glueck! (andere Touris sassen tatsaechlich die 2 Tage vor oder in Uyuni fest, in denen wir unsere Tour machten.)
Also auf nach La Paz ein paar Tage bei Fussball und gutem Essen Suedamerika bearbeiten und verarbeiten.


6. Santiago de Chile:
Maenner jeden Alters spielen hier Schach... Penner gegen Geschaeftsmann... hauptsache Schach.

Nur der eine kleine "Penner", der uns unser fast letztes Photo bescherte, hatte anderes zu tun. Er entriss doch tatsaechlich im Vorbeirennen Arne die Kamera beim angucken des "fast" letzten Bildes und spurtete ueber die 3 spurige Strasse davon. Sabrina schreit und Arne nimmt dies nach kurzer Starre als Startschuss... hinterher dem Arschloch! Der Depp ist dann auch noch feige und laesst die Kamera einfach liegen, als er merkt, dass Arne ihm auf den Fersen ist.


Ansonsten ist Sabrina heute traurig, weil sie nicht auf der Lila-Party ihren Hintern schwingen kann... Dafuer hat sie heute solidarisch einen Lila-Tag eingelegt ;-p

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